Epics anhaltender Rechtsstreit mit Apple bezüglich der Zukunft von Fortnite auf iOS hat sich verschärft, wobei der Gaming-Riese behauptet, Apple habe absichtlich seine Einreichung für den App Store blockiert - und so die Rückkehr von Fortnite auf US-iPhones verhindert.
Vor wenigen Wochen erklärte Epic-CEO Tim Sweeney noch zuversichtlich, Fortnite werde nach einem wegweisenden Gerichtsurteil zugunsten der Rechte von Entwicklern wieder auf iOS-Geräten erscheinen.

Anfang dieses Jahres erläuterte IGN detailliert, wie Sweeney Milliarden in den Kampf gegen die App-Store-Richtlinien von Apple und Google investierte. Der Gaming-Mogul bezeichnete dies als strategische Investition und erklärte, Epic sei finanziell auf jahrzehntelange Gerichtskämpfe vorbereitet.
Der Kernkonflikt bleibt unverändert: Epic weigert sich, 30 % der Mobilfunk-Einnahmen an die Plattformbetreiber abzutreten. Ihre Vision? Fortnite über einen unabhängigen Epic Games Store zu betreiben, frei von Gebühren durch Apple und Google. Dieser prinzipientreue Standpunkt führte 2020 zum Verschwinden von Fortnite von iOS-Geräten.
Trotz Sweeneys Zusicherungen über das bevorstehende Comeback von Fortnite auf iOS bleibt das Spiel auffällig abwesend. Epic bestätigte kürzlich, dass Apple ihre Einreichung blockiert habe:
"Apple hat unsere Fortnite-Einreichung verhindert und damit Veröffentlichungen sowohl im US-App-Store als auch in unserem geplanten EU-iOS-Store gestoppt. Folglich bleibt Fortnite weltweit auf Apple-Geräten nicht verfügbar."
Die Pattsituation kostet Epic weiterhin teuer, wobei während der Abwesenheit von Fortnite auf dem iPhone potenziell Milliarden verloren gehen. Unbeirrt hat Sweeney seine Frustration öffentlich gemacht, mit einem gezielten Tweet an die Führung von Apple:
"Hallo Tim. Denk mal drüber nach - warum lassen wir nicht unsere gemeinsame Spielerbasis auf Fortnite zugreifen? Einfacher Vorschlag."
Hallo Tim. Denk mal drüber nach - warum lassen wir nicht unsere gemeinsame Spielerbasis auf Fortnite zugreifen? Einfacher Vorschlag.
- Tim Sweeney (@TimSweeneyEpic) 15. Mai 2025
Die Situation wurde für Apple rechtlich gefährlich, als Richterin Rogers sie auf Missachtungsuntersuchungen verwies und erklärte:
"Apples anhaltendes wettbewerbswidriges Verhalten verstößt gegen unsere einstweilige Verfügung. Das ist nicht verhandelbar - vorsätzlicher Widerstand hat Konsequenzen."
Die Richterin bezichtigte speziell den Apple-Finanzchef Alex Roman, falsche Aussagen bezüglich der Bemühungen zur Einhaltung der Auflagen gemacht zu haben. Apple beharrt auf seiner Unschuld:
"Wir sind mit dem Urteil nicht einverstanden und werden Rechtsmittel einlegen, während wir uns an die aktuellen Entscheidungen halten."
Der Tech-Gigant hat kürzlich um gerichtliche Intervention gebeten, um die Vollstreckung der Epic-Entscheidung auszusetzen.